Begeisterung für den Baustoff Holz – Nachwuchs trifft Forschung
Wie vielseitig und faszinierend der Werkstoff Holz ist, zeigte eine besondere Veranstaltung, die von der Holzbauoffensive Hessen mitfinanziert wurde. Eingeladen waren Auszubildende aus verschiedenen Lehrjahren sowie die Meisterklasse Vier – begleitet von Dozierenden des Bundesbildungszentrums des Zimmerer- und Ausbaugewerbes.
Den Auftakt machte Prof. Dr.-Ing. Leander Bathon von der Hochschule RheinMain, der in seinem Vortrag seinen persönlichen Werdegang vorstellte: Vom jungen Zimmerer, der seine Leidenschaft für Holz entdeckte, bis hin zum renommierten Wissenschaftler, der heute die Potenziale moderner Holzverbundkonstruktionen erforscht. Mit seiner lebendigen Art verstand er es, alle Teilnehmenden zu begeistern, egal ob angehende Fachkräfte oder erfahrene Lehrende.
"Für Laien wirkt das manchmal wie Zauberei", so Bathon – und tatsächlich lag an diesem Tag spürbar auch für alle Experten der Zauber der Möglichkeiten in der Luft, den der Holzbau bereithält.
Im Anschluss konnten die Teilnehmenden im Innospace verschiedene Technologien ausprobieren: eine VR-Brille, mit der sich Feuchtigkeitswerte an virtuellen Innenräumen messen ließen, oder ein Lasergerät, das Namen in Holz gravierte. Solche innovativen Lernorte bereichern die Ausbildung, weil sie Auszubildenden die Möglichkeit geben, neue Technologien kennenzulernen, selbst auszuprobieren und ihr technisches Verständnis zu erweitern. Theorie und Praxis verbinden sich so zu wertvollen, nachhaltigen Lernerfahrungen.
Zum Abschluss stand eine Standortbestimmung im Mittelpunkt: Wo stehe ich in meiner beruflichen Entwicklung im Holzbau? Wo möchte ich hin – und was brauche ich dafür?
Für die Lehrkräfte war es besonders interessant, ihren Schülerinnen und Schülern zuzuhören und einen Einblick in deren Perspektiven zu bekommen. Dieser offene Austausch stärkt das Verständnis zwischen Lernenden und Lehrenden und bietet Anregungen, wie auch Betriebe und die Branche insgesamt junge Menschen bedarfsgerecht begleiten können. Solche Formate leisten einen wichtigen Beitrag, um Motivation und Zukunftsorientierung in der Ausbildung im Holzbau zu stärken.
Besonders inspirierend waren die Erfahrungsberichte der frisch gebackenen Meister, die ihren individuellen Weg in die Branche gefunden haben, über mehrere Ausbildungen, abgebrochene Studiengänge oder spannende Umwege. Eines einte sie alle: die Liebe zum Holzbau und das Gefühl, dort beruflich „angekommen“ zu sein.
Ein Tag voller Inspiration, Austausch und Zukunftsperspektiven, getragen von der Begeisterung für den nachhaltigen Baustoff Holz und die Menschen, die ihn lebendig machen.



